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Was ich am Sommer liebe

Die Sonne. Die Glut, die einem auf der Haut brennt, das Fleisch wärmt bis auf die Knochen und nichts übriglässt als Wohlbefinden und Schweiss.

In der Emme schwimmen. Vorsichtig über glitschige Steine steigen, mit dem Fuss im grünen Wasser vorwärtstasten. Dann ins Nichts, ins dunkle Nichts, das 50 Meter tief sein könnte und nur 50 cm tief ist.

Das Wasser. Das eiskalte, kühle, erfrischend klare Wasser, was mir die Luft aus den Lungen drückt beim Eintauchen und die ganze Hitze, die ganze schwitzende Klebrigkeit wegspült. Was den ganzen Körper klärt und strafft und anstatt des überhitzten Blutes durch meine Adern fliesst. Luft schnappen, Arme strecken, Beine strecken, durchziehen. Langsam, stetig, wie ein Frosch durchziehen. Schnaufend und prustend aus dem Wasser steigen, die Gänsehaut zieht alles zusammen – bis sich Wärme ausbreitet. Das erwärmte Blut heizt das kalte Fleisch auf, aber alles bleibt straff und glatt, nichts klebt, nichts schwitzt. Heisse Steine unter den kühlen Füssen.

Das Abendlicht. Das Gold im Wald, über der Wiese und auf der Haut.

Den Schlaf unter einem dünnen Laken und ein weicher Wind, der durch die Dachfenster strömt.

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