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Tag : Nacht

Zwischen den Zeiten

Wenn es dunkel wird, wenn die Nacht an mein Fenster klopft und die Stille, wenn die Heldengeschichten beginnen und die Märchen, wenn du bei mir bist. Wie ein Traum, aus dem man nicht aufwachen möchte, dem man nachspürt, den man festhalten will und nicht kann; du bringst mich auf seltsame Gedanken und an gläserne Orte. Nachts ist die Sonne ja nur auf der anderen Seite der Welt, denke ich und wünsche mir, das Beamen wäre endlich erfunden, nur um dichmichuns […]

Das wünsche ich mir

Wie du gelächelt hast, als du langsam aufgewacht bist und meinen Kuss gespürt hast. Ein leichter, weicher Kuss war das, du hattest die Augen noch geschlossen, und dann, mitten im Begreifen und Erwachen, hast du so gelächelt. Ein rein spontanes, glückliches Lächeln war das. Das war wunderschön. Ich bin tatsächlich stolz, merke ich; stolz, dein Vertrauen zu geniessen, es geniessen zu dürfen, es verdient zu haben. Es berührt mich, wenn du einschläfst, fest um mich geschlungen; wenn du dich dem […]

Ich will Dir sagen

‪Ich will dir sagen, wie schön du bist, ohne dass es farblos und wie daher gesagt klingt. Es wird genug eben einfach so gesagt. Doch dies soll wertvoll bleiben. Du sollst dich nicht daran gewöhnen. Ich schaue dich an, wie du dort auf dem Bett sitzt, deinen Kopf in dem grossen Kissen versunken, die Augen geschlossen. Deine Lider zucken ein wenig im Flutlicht der schwindenden Abendsonne. Seite 32, ein Eselsohr – du bist nicht besonders weit gekommen. Schweigend schlummern die […]

Sag schon

“ach …” “hmm?” “nichts” “das „ach“ eben war also nur so dahin-ge-ach-t?” “ja, nein, ich meine …” “oh Gott. *seufz* okay, was ist los?” “nichts.” “komm, was ist.” “ach …” “da waren wir schon.” “na das übliche halt.”

So What

Die gute Sache ist, dass mit zunehmendem Alter die Erkenntnis wächst, dass manche Geschichten dazu gehören. Nicht die, die man mit Begeisterung erzählt, sondern die, bei denen man ein bisschen einknickt, bei denen man kurz stockt, weil man nicht weiss, wo man anfangen soll, denen man ausweicht, wenn man merkt, dass sie kommen, auf einen zu und das auch noch in ansteigender Geschwindigkeit. Mittlerweile weisst du: Das ist okay. Es ist okay, sowas zu haben, diese Narben und die Stellen, […]

In den Strassen der Stadt

Ich laufe durch die Strassen der Stadt, gehe ziellos durch die Gassen mit einem Schuhkarton in meiner Hand. Da sind diese Sätze drin, die ich lange nicht sagte, die mir so aus dem Mund fallen, langsam zu Boden sinken wie die Blätter der Bäume, kurz schwerelos sind, wenn ein Windstoss kommt, sich noch einmal aufbäumen, bis sie mit einer Ecke und dann ganz den Boden berühren und liegenbleiben. Manche von ihnen hebe ich auf und packe sie in den Schuhkarton, […]

Fragen

Was denkst du morgens als Erstes? Und wie lange siehst du im Spiegel dir selbst wirklich in die Augen? Singst du unter der Dusche? Sind wir eine fixe Idee oder ein Plan, eine Karte oder ein Puzzle? Wann hast du Fieber? Kannst du hören, wenn ich vor der Tür stehe? Wärmflasche oder Kühlakku? Wie schnell ist deine Atemfrequenz? Und weisst du noch, wann du gewusst hast, wer du bist? Würfelst du lieber mit einem Würfel oder mit zweien? Welche Namen […]

Verpassen der Besinnlichkeit

Man verpasst es, unbemerkt. Diese Besinnlichkeit, das Runterkommen und mal nicht Rumwuseln, das Einkuscheln in eine Decke mit einer Kanne Tee und in einem Buch lesen, das In-die-Luft-gucken und einfach glücklich sein. Aufwachen und feststellen, dass die Zeit viel zu schnell vergeht zwischen unausgeschlafen auf Arbeit gehen und totmüde ins Bett fallen, aufwachen und trotzdem weiterschlafen innendrin, nur zwischendurch mal die Augen aufmachen, wenn dir das Herz aufgeht für ein paar Stunden oder ein paar Minuten, plop, wie eine Flasche […]

Grippe

Darauf warten, dass die Sonne untergeht. Nicht einschlafen können. Orangensaft trinken. Ein Handtuch zurückbringen. Danke sagen. Aus dem Fenster sehen, die Hand ausstrecken. Nicht fort wollen. Tee und Orangensaft trinken. Tee und Orangensaft trinken. Nicht schlafen können. Ein Körper, der sich fühlt wie am falschen Ort. Ein Kopf, der am falschen Ort ist. Den ganzen Morgen warten. Tee trinken. Musik hören. Daliegen, hinsehen und wundern. Wie alles anders ist. Einen Film sehen. Einatmen. Ausatmen. Schlafen können. Aufwachen und nicht aufstehen. […]

Dieser Tag ist so voller Leere

Was im Titel wie ein Widerspruch steht, stimmt: Auch die Leere kann erfüllend sein. Nie spürt man es deutlicher als kurz vor dem Einschlafen, wenn dieses kleine Nichts, das man immer verborgen in sich trägt, sich plötzlich ausdehnt und über den scheinbar unaufhaltsamen Wirbel von Worten, Geräuschen, Bildern, Düften legt, bis alles ausgelöscht ist im sanften Schwarz des Schlummers. Ich brauche nicht über meine Gefühle nachzudenken. Was ich wissen muss, weiss ich: Sie sind echt. Sie sind gut. Das reicht. […]