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Category : Just a Moment

Dem Leben einen neuen Anstrich verpassen

Die Eingebungen kommen ja manchmal einfach so zu mir, wie junge Hunde eilen sie heran und bringen ein paar Stöckchen, wie dressierte Affen kommen sie daher und spielen mir etwas auf der Trompete vor. Und anderntags, da bleiben sie einfach weg. Dann liege ich stundenlang im Garten und starre mit weit aufgerissenen Augen in den blauen Himmel, der mit seinen inhaltslosen Schäfchenwolken so leer ist wie die Stelle im Kopf, an der sich sonst üblicherweise die Ideen sammeln, als hätte […]

…quite simply

I love New York, even though it isn’t mine, the way something has to be, a tree or a street or a house, something, anyway, that belongs to me because I belong to it.  

Manchmal singe ich

Manchmal stürze ich mich in ein Lied, und dann bin ich da drin, und es ist gut, dass ich da drin bin. Vielleicht singe ich den Text mit, vielleicht auch gar nicht. Und es ist gut. Es ist als würde Wasser über meine Gedanken gegossen, und eben waren sie noch verschmiert und voller Unreinheiten und verfilzt und alles, und dann wummert der Beat in meinem Bauch, und alles wird klar und deutlich. Meine Ohren erfüllt von der Musik, nur von […]

Momente

Ein Kaffee, vielleicht, könnte den Moment noch besser machen, oder das Gefühl frisch geputzter Zähne. Vielleicht lieber Tee?   Festhalten scheint so verlockend, Vervollkommnung so erstrebenswert. Wir wollen Momente auskosten, wollen so viel davon mitnehmen wie möglich. Etwas bekommen für die Zeit, die wir spenden. Wir wollen Momente zubereiten, wie man Mahlzeiten zubereitet; kleine Snacks für Zwischendurch, ab und zu ein Festmahl. Wir wollen in Erinnerungen schwelgen, und uns kleine Andenken auf der Zunge zergehen lassen. Momente verlieren aber nicht […]

Weil Stress eben nicht gleich Stress ist

Er hat den Wecker überhört. Danach in höchster Eile den Kaffee über die Hose geschüttet. Auf dem Weg zum wichtigen Termin bleibt die U-Bahn zwischen zwei Stationen stehen, mitten im Tunnel. In der Bahn geht das Licht aus…   “Die Fotografie ist eine grausame Kunst.”

Sag schon

“ach …” “hmm?” “nichts” “das „ach“ eben war also nur so dahin-ge-ach-t?” “ja, nein, ich meine …” “oh Gott. *seufz* okay, was ist los?” “nichts.” “komm, was ist.” “ach …” “da waren wir schon.” “na das übliche halt.”

Wann wird es wieder Sommer

Wann wird es wieder Sommer

Lang vor und lang nach den Sommerferien diese Stimmung, als müsse man sich um alle möglichen Dinge kümmern, kreativ sein, nachdenken, Philosoph werden, Leute treffen, Nächte durchmachen, in der Sonne liegen, ein Abo fürs Freibad anschaffen, sich dort tagsüber von Pommes/Mayo und oder viel Schleckzeugs ernähren, am frühen Abend mit runtergekurbelten Fensterscheiben und peinlicher Musik auf hoher Lautstärke von dort nach Hause fahren. Ach ich will ja nicht meckern, aber ich vermisse wirklich den Sommer. Irgendwie.

Die Pfützen spiegeln die Lichter und mich

Auch wenn sich das gerade so anfühlt, als wären wir vom Sommer direkt in den Herbst gestolpert und hätten uns mal kräftig das Knie angeschlagen und wenn überm Haupthaar dicke, prallgefüllte und bedrohlich grinsende Wolken hängen und der Wind ums Haus heult, als ob es kein Morgen mehr gäbe, gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass der blaue Himmel zurückkommt.     Nachdenklich, erschöpft. Lasse mich fallen. Schwerelos. Durch den dunklen Park, nach Hause. Wind kommt auf und ich laufe durch die […]

Der Sommer liegt in den Wehen

Und nichts passiert, wir warten und warten und lächeln gezwungen, bis die Sonne eben hinter den Wolken wieder untergeht. Das ist schon okay so, das ist wie eine langsame Wanderung ohne rechtes Ziel, nur mit der Ahnung, dass man irgendwo hinter dem nächsten Wald, dem nächsten Hügel vielleicht ja einen Ort zur Einkehr findet, mit kühlem Bier, mit einer Bank im Garten zum Sitzen und Träumen und Luftholen. Weiterwandern, Schritt um Schritt, vielleicht kommen wir an irgendwann. Und wenn auch […]

Weiter sehnen

Weiter sehnen

Dem Morgen lauschen. Sich ans Meer träumen. Früh morgens in die Küche schleichen und Orangensaft trinken. Ins Bett zurückkriechen. Von Vogelzwitschern aufwachen. Ein gutes Spinnennetz betrachten. Die Schwerkraft aufheben. Mit Leichtigkeit aufstehen. Verwundert sein. Wörter beim Wort nehmen. Einen Körper spüren. Nichts beim Namen nennen. Etwas nicht zu Ende denken. Warten, bis der Kaffee kocht. Zum Fenster hinaussehen und leise ein Lied hören. Etwas Gutem keinen Namen geben. Was gut ist, braucht keinen Namen. Die Beine baumeln lassen. Etwas zu […]