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Blog

Nur das Lied und ich

Manchmal stürze ich mich in ein Lied, und dann bin ich da drin, und es ist gut, dass ich da drin bin. Vielleicht singe, vielleicht schreie ich den Text mit, vielleicht auch gar nicht. Und es ist gut. Es ist als würde Wasser über meine Gedanken gegossen, und eben waren sie noch verschmiert und voller Unreinheiten und verfilzt und alles, und dann wummert der Beat in meinem Bauch, und alles wird klar und deutlich. Meine Ohren erfüllt von der Musik, […]

Sehnsucht

Sind nicht alle die geheimsten und tiefsten Zustände unseres Inneren in der seltsamsten Weise mit einer Landschaft verflochten, mit einer Jahreszeit, mit einer Beschaffenheit der Luft, mit einem Hauch? Eine schwüle sternlose Sommernacht; der Geruch feuchter Steine in einem Hausflur; das Gefühl eisigen Wassers, das aus einem Laufbrunnen über deine Hände sprüht: an ein paar tausend solcher Erdendinge ist dein ganzer innerer Besitz geknüpft, alle deine Aufschwünge, alle deine Sehnsucht, alle deine Trunkenheiten. Mehr als geknüpft: mit den Wurzeln ihres […]

A Dream

My dream is to walk around the world. A smallish backpack, all essentials neatly in place. A camera. A notebook. A traveling paint set. A hat. Good shoes.

Frohe Weihnachten

Liebe Alle Zum Weihnachtsfest wünsche ich Euch ZEIT. Zeit für Euch selbst, Zeit für all die anderen, Zeit für Ruhe und Besinnlichkeit. Zeit, um einmal eine Kerze abbrennen zu lassen und sich die Zeit nehmen, gar nichts weiter zu tun, als nur dieses… Frohe Weihnachten.

Bücher

Ist es nicht seltsam, wie viel dicker ein Buch wird, wenn man es mehrmals liest? Als würde jedes Mal etwas zwischen den Seiten kleben bleiben. Gefühle, Gedanken, Geräusche, Gerüche… Und wenn du dann nach vielen Jahren wieder in dem Buch blätterst, entdeckst du dich selbst darin, etwas jünger, etwas anders, als hätte das Buch dich aufbewahrt, wie eine gepresste Blüte, fremd und vertraut zugleich.

Gedanken

Und das Leben ist nun einmal nichts weiter als eine Abfolge von Momenten, und Momente ändern sich ständig, genau wie unsere Gedanken, negative wie positive. Und obgleich es in der menschlichen Natur liegt, sie festhalten zu wollen, ist es – wie viele andere natürliche Dinge auch – vollkommen sinnlos. Es ist sinnlos, sich an einen Gedanken zu klammern, denn Gedanken sind wie Gäste oder Schönwetterfreunde. Sie kommen und gehen, und selbst diejenigen, die lange brauchen, um sich vollständig zu entwickeln, […]

Musik

Wenn jemand sagt, das sei Krach, was ich höre, ist mir das egal, Hauptsache, es funktioniert, Hauptsache, es hat die Kraft eines Vulkanausbruchs, Hauptsache, es gibt mir das Gefühl, unbesiegbar und unsterblich zu sein. Henry Miller hat einmal gesagt, Musik sei der Dosenöffner der Seele, ich bin mir sicher, er würde da meine Lieblingsbands nicht ausschliessen, wenn er noch leben würde. Es gibt ein paar Songs, die begleiten mich seit Jahren, und ich betrachte sie als meine Freunde, ich werde […]

Melancholie (griechisch μελαγ-χολία; lateinisch melancholia)

Mit einem Sommergefühl im Herzen die Blätter fallen sehen, nein, anders, mit einem Herbstgefühl im Herzen die Sonne scheinen spüren, oder, nein, die Dingwerdung des Begriffes Tragik, auch nicht, nein, heulend ein Kinderliedchen singen, hmm, an Dinge denken und sich selbst nicht sicher sein, ob man lachen oder heulen will, ich weiss nicht, sich innerlich gut und positiv fühlen und dann gesagt bekommen, dass man traurig wirkt, ja, das dürfte alles irgendwie teilweise mehr und teilweise weniger zu meinem Verständnis […]

Für Heute Einfach So

Die ganze Nacht wach sein, morgens mit den Pendlern zur Arbeit fahren und sich wacher fühlen als alle zusammen, die gerade dicht gedrängt einander auf die Schuhe starren. Weniger Angst haben vor Neuem. Gefühle zulassen. Und das Alleinsein mit sich selbst aushalten. Und Cola mit Zucker trinken. Richtigem Zucker. Angst davor, dass der Akku des Telefons leer sein könnte. Und. Nach Horrorfilmen problemlos einschlafen können und nicht mal bemerken, dass noch eine Schranktür offen ist oder die Bettdecke einen nun […]

Herbst – Zeit

Der Zugabteil ist noch fast leer an diesem frühen Herbstmorgen. Auf dem gegenüberliegenden Perron fährt ein Zug ein. Menschenschlangen stehen im Zwischengang, bereit zum Aussteigen. Jeder möchte der Erste sein, eine menschliche Angewohnheit. So zieht dann draussen auf dem Perron es eine grosse Menge Menschen in Richtung Ausgang. Dazwischen unzählige Menschen, die zum Einsteigen in den eben eingefahrenen Zug bereitstehen. Umarmungen. Winken. Rufen. Durchsagen. Ein Kommen und Gehen draussen auf dem Perron, Ruhe hier im Wagen. Doch die angenehm dumpfe […]